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Angst? Respekt. Mut! - Christusdorn von S. Schelenhaus

Sonntag, 02.August 2020, 04:53 Uhr
Angst vor unbekannten Dingen? Wer kennt das nicht? Aus Angst neigen wir dazu, etwas nicht zu tun, nicht mal kennen lernen zu wollen. Vor einer angsterfüllenden Sache laufen wir weg, oder meiden wir diese. Wir gehen Menschen oder Situationen aus dem Weg, um Unangenehmes nicht begegnen zu müssen. Oder wir erfinden eigene Erklärungen, um die Ungewissheit ertragen zu können. Und wir merken dabei nicht mal, dass dadurch unsere Angst immer größer wird. Auch mir geht es oft so. Ich versuche mir folgendes einzuprägen: Die Angst macht deinen Mut vielleicht kleiner, aber Respekt kann deinen Mut vergrößern! Wenn du deine Aufgaben, Herausforderungen oder Gegner mit Respekt begegnest, heißt es, du kennst die Gefahren oder Schwierigkeiten, die dich erwarten. Trau dich, deine Herausforderungen kennen zu lernen, Respekt entgegenzubringen! Respekt gegenüber anderen, macht dich schlauer, und mutiger. Mir hilft auch die Bibel in solchen Momenten: „Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Wie 2. Timotheus 1,7. hier beschreibt, ist Jesus seinerzeit keiner Auseinandersetzung ausgewichen. Gleich an welchen hohen oder niedrigen Status, oder an welchen, am Rand der Gesellschaft lebenden oder kranken Menschen sich mit seiner Botschaft zugewandt hat. Mutig, wenn Sie mich fragen! Den Gegenstand seiner Furcht mit Respekt zu begegnen, lässt unseren Mut wachsen. Respekt bedeutet nicht, alles gleichgültig zu sehen. Respekt und Achtung bedeutet, sich persönlich einzubringen und sich auf eine Begegnung und Dialog einzulassen. Mut ist nach der Wortbedeutung: „sich mühen, mit Eifer nach etwas streben.“ Klar, wer mutig ist, geht ein Risiko ein. Wir sind bereit, uns für eine Sache einsetzen, die wir als richtig erachten, obwohl wir wissen, dass es Nachteile haben kann. Zum Schluss ein eher philosophischer als christlicher Zitat aus den Federn vom umstrittenen Seneca dem Jüngeren, der wohl das Wirken von Jesus miterlebt haben durfte: „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ Trau Dich mit Respekt!
S. Schelenhaus, Domgemeinde
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