Meldung

Wir bleiben in Kontakt

Sonntag, 19. April 2020, 04:28 Uhr
Seit nun mehr sechs Wochen sind Schulen und Kindergärten geschlossen und die Zeit wird zeigen, wie lange noch. Pädagogen und Kinder wünschen sich den Schulalltag zurück, so wie viele Menschen gern in den gewohnten Alltag zurückkehren würden.

Wann wird dieser „neue“ Alltag kommen und was wird uns dann erwarten. Die Antwort kennt derzeit noch niemand. Für mich stellt sich in diesen Zeiten die Frage: „Was können wir tun, um miteinander in Kontakt zu bleiben?“ Natürlich haben wir in der Schule Kontaktdaten weitergegeben, um Rücksprache halten zu können und wir informieren uns wöchentlich in der Schulgemeinschaft über Neuigkeiten.

Aber in diesen Zeiten, in denen wir Begegnungen vermeiden sollen, braucht es mehr denn je unser Engagement für die Gemeinschaft, sowohl für die Schulgemeinschaft als auch für die Menschen in unserer Stadt.

Wir versuchen die Verbindung in der Schulgemeinschaft zu halten, indem wir, statt der Wochenabschlussandacht in unserer Schule, den Schülerinnen und Schülern einen Abendsegen für zu Hause mit Elementen aus unserer Schulandacht geschickt haben. So kann jeder für sich seinen Abendsegen halten und trotzdem sind wir miteinander verbunden.

Da die Menschen in den Pflegeheimen keinen Besuch mehr erhalten können, haben wir Karten geschrieben und Bilder gemalt, damit die älteren Menschen spüren, sie sind nicht vergessen! Wir haben Ostergrüße verschickt, damit Ostern nicht ausfallen musste, auch wenn es dieses Jahr ganz anders war!
Da keine Besucher mehr ins Krankenhaus dürfen, stellen wir Blumen in die St. Blasiikirche und die Klinikseelsorgerin bringt sie mit ins Krankenhaus, damit es auch dort Frühling wird!
Das Wichtigste in diesen Zeiten ist, so glaube ich, dass wir miteinander in Kontakt bleiben. Lassen Sie uns alle etwas dazu beitragen, dass sich niemand vergessen fühlt. Helfen wir alle mit, mit kleinen Gesten, Grüßen und Gebeten, dem anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Vielleicht ist das etwas, was man für die Zeit nach Corona, für unseren „neuen“ Alltag, mitnehmen sollte: Bleiben wir miteinander verbunden - berühren wir andere, ohne sie zu berühren und bewahren wir uns manches davon für die Zeit danach!

Lysann Voigt-Huhnstock
Schulleiterin Evangelische Grundschule Nordhausen
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