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Praktika in Kirche & Diakonie

Mittwoch, 23. September 2026, 14:33 Uhr
(re)„Wer Kirche erleben will, muss sie kennenlernen können.“
Neue Perspektiven entdecken: Warum Praktika in Kirche und Diakonie wichtig sind
Praktikum in Kirche & Diakonie (Foto: © Sandra Hirschke fundus-medien.de.) Praktikum in Kirche & Diakonie (Foto: © Sandra Hirschke fundus-medien.de.)

Kirche und Diakonie leisten tagtäglich wertvolle Arbeit für Menschen. Doch viele Jugendliche wissen nur wenig darüber, wie vielfältig die Tätigkeitsfelder tatsächlich sind. Mit Praktikumsangeboten sollen junge Menschen die Möglichkeit erhalten, Kirche und Diakonie hautnah zu erleben. Wir sprachen mit Friederike Gremler, Referentin für Fundraising und Mitgliederorientierung, über die Bedeutung solcher Praktika.
Frau Gremler, warum beschäftigen Sie sich mit dem Thema Praktika in Kirche und Diakonie?
Ich erlebe immer wieder, dass junge Menschen nur einen kleinen Ausschnitt dessen kennen, was Kirche und Diakonie eigentlich ausmacht. Viele denken zunächst an Gottesdienste oder kirchliche Veranstaltungen. Dass dahinter ein breites Spektrum an sozialen, pädagogischen, organisatorischen und gemeinschaftsfördernden Aufgaben steht, ist oft wenig bekannt. Praktika bieten die Chance, diese Vielfalt unmittelbar kennenzulernen.
Warum ist es wichtig, Kirche und Diakonie als Praktikumsorte sichtbarer zu machen?
Weil junge Menschen nur das in ihre beruflichen Überlegungen einbeziehen können, was sie kennen. Kirche und Diakonie bieten spannende Tätigkeitsfelder mit Menschen, für Menschen und in Gemeinschaft. Wer diese Bereiche nie erlebt hat, wird sie kaum als mögliche berufliche Perspektive wahrnehmen. Deshalb brauchen wir Gelegenheiten, die einen authentischen Einblick ermöglichen.
Wie machen Sie junge Menschen auf diese Möglichkeiten aufmerksam?
Sichtbarkeit entsteht nicht von allein. Deshalb gehen wir aktiv auf Jugendliche zu. Aktuell haben wir ein Postmailing an 14- bis 16-Jährige in kirchlichen Haushalten versendet. Darin laden wir junge Menschen ein, Kirche und Diakonie einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und erste Einblicke in mögliche Praktikumsfelder zu gewinnen.
Was können Jugendliche während eines Praktikums konkret erleben?
Sie können sehr unterschiedliche Arbeitsbereiche kennenlernen. Je nach Einsatzort erleben sie Kinder- und Jugendarbeit, Familienangebote, Seniorenarbeit, Bildungsarbeit, Gemeindeleben oder soziale Unterstützung für Menschen in besonderen Lebenssituationen. Vor allem erfahren sie, was es bedeutet, für und mit Menschen zu arbeiten.
Was macht diese Erfahrungen so wertvoll?
Ein Praktikum vermittelt etwas, das man aus Broschüren oder Internetseiten nicht lernen kann: persönliche Begegnungen. Die Jugendlichen erleben die Atmosphäre, die Arbeitsweise und die Menschen vor Ort. Sie können Fragen stellen, mitarbeiten und herausfinden, welche Aufgaben ihnen liegen. Oft entstehen dabei völlig neue Perspektiven auf die eigene Zukunft.
Geht es dabei auch darum, Nachwuchs für Kirche und Diakonie zu gewinnen?
Ja, durchaus. Allerdings steht nicht die Werbung für einen bestimmten Beruf im Vordergrund. Zunächst geht es darum, junge Menschen mit diesen Arbeitsfeldern in Kontakt zu bringen. Wenn daraus Interesse an einem sozialen, pädagogischen oder kirchlichen Beruf entsteht, ist das natürlich ein großer Gewinn. Nachwuchs zu begeistern beginnt immer mit dem Kennenlernen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass Praktika in Kirche und Diakonie selbstverständlich als Möglichkeit der Berufsorientierung wahrgenommen werden. Junge Menschen sollen erleben können, wie viele engagierte Menschen hier arbeiten und welchen Beitrag Kirche und Diakonie für das gesellschaftliche Miteinander leisten. Wer diese Arbeit einmal aus nächster Nähe kennengelernt hat, wird sie mit anderen Augen sehen.
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Praktika in Kirche & Diakonie im Kirchenkreis Südharz
Praktika in Kirche & Diakonie im Kirchenkreis Mühlhausen
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