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„Die da obenů“ - Christusdorn von David Israel

Sonntag, 24.Juli 2022, 04:45 Uhr
„Die da obenů“ Haben Sie diese Formulierung schon gehört oder auch selber gebraucht? Gemeint sind meist Politiker oder andere Entscheidungsträger.

Oft endet der Satz mit einer Schimpftirade oder anderen eher unfreundlichen Worten.

Wir leben in schwierigen Zeiten. Der Alltag konfrontiert uns mit jeder Menge Herausforderungen. Die Nachrichten konfrontieren uns mit Schreckensmeldungen. Und der Wunsch ist da, dass „die da oben“ dafür sorgen, dass die Zeiten besser werden, wir Herausforderungen meistern können und in den Nachrichten wieder erfreulichere Meldungen zu hören sind.

In der Bibel lesen wir in Psalm 103 einen Satz, den König David formuliert hat: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ (Ps. 103,2)

Passt dieser Satz überhaupt in unsere schwierige Zeit? Fraglich ist wohl, ob die Zeit, die König David erlebt hat, so viel besser war.

Mir ist dieser Vers sehr kostbar geworden. Ich will auch gerne so wie König David versuchen, inmitten von nicht zu leugnenden Herausforderungen den Blick für das Gute zu behalten!

Ist denn heute alles schlecht oder gibt es nicht auch ganz viel Gutes zu entdecken, was für uns schon selbstverständlich geworden ist?

Hilfreich ist sicherlich, wenn wir statt über „die da oben“ zu schimpfen, uns lieber an „den da oben“ wenden und für „die da oben“ beten! Und: wenn ich mit dem lebendigen Gott rede, sehe ich mein Leben aus einem anderen Blickwinkel und mir kommen ganz viele Dinge in den Sinn, für die ich „Danke“ sagen kann.

(David Israel, Prediger Landeskirchliche Gemeinschaft Nordhausen)
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