"Großes Herz! 7 Wochen ohne Enge" - ein wunderbares Beispiel aus unserem Kirchenkreis

Dienstag, 12.April 2016, 17:30 Uhr
Sie schreiben und/oder fotografieren gern? Sie könnten sich vorstellen ehrenamtlich für Ihre Gemeinde Öffentlichkeitsarbeit zu machen? Sprechen Sie doch mit Ihrem Pfarrer oder einem Kirchenältesten - es gibt viel zu tun!

Hier der Artikel, der über die 1.000 Klickmarke gesprungen ist:

Aktion „7 Wochen ohne“ Enge! Großes Herz

Ganz offiziell auf der Homepage der Aktion heißt es dazu: Unserem Herzen, diesem leidenschaftlichen Organ wollen wir in der Fastenzeit unsere Aufmerksamkeit widmen: „Großes Herz! Sieben Wochen ohne Enge“, unter diesem Motto laden wir Sie ein zu entdecken, was Ihr Herz weit macht.
Einfach mal jemanden einladen, den wir noch nicht kennen. Und einander mit Neugier und ohne Vorbehalte begegnen. Teilen, was da ist, und erleben, dass es für alle reicht. Dass da immer noch Platz ist, wenn jemand hinzukommt....

Diese innere Weite öffnet den Blick nicht nur für den Nachbarn jenseits des Gartenzauns, sondern auch für den Flüchtling, der von weit her kommt.....

So die Vorstellung der Aktion „7 Wochen ohne“ - doch wie sieht es im Alltag aus? Ein wunderbares Beispiel hat uns Steffi Hänsel aus Nordhausen via facebook erzählt.

„Das Herz weit gemacht haben wir schon vor ein paar Tagen, als die ersten Flüchtlinge, die nun in der Obergrasmühle untergebracht sind, bei uns in die Sprechstunde kamen. Alle waren fürchterlich erkältet - Kinder und junge Eltern. Den Familien fehlte es an allem, sie hatten nur die Kleidung, die sie am Körper trugen, die Kinder keine richtigen Schuhe, die Männer nicht einmal Socken. Spielzeug war nicht vorhanden. Von den Betreuern haben wir uns sagen lassen, was am nötigsten gebraucht wird.

Nach der Sprechstunde hatten wir innerhalb von zwei Stunden Kleidung, Spielzeug, Bälle , Malsachen, Wolle und Strickzeug zusammengetragen und in der Obergrasmühle abgegeben. Soviel Herzlichkeit, Dankbarkeit und Freundlichkeit, hat uns schon fast beschämt, aber auch froh gemacht. Nur die Männer waren enttäuscht, weil wir keine Kartenspiele dabei hatten. Inzwischen sind wir schon mehrfach dort zu Besuch gewesen und in der Praxis stapelt sich auch bereits wieder ein Berg gespendeter Sachen. Wir bleiben dran, auch über die Fastenzeit hinaus.“
Steffi Hänsel


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